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Auf einen Kaffee mit Jörg Schindelhauer

5 Jahre Schindelhauer Bikes – was war Dein emotionalster Moment?

Es gibt natürlich sehr viele emotionale Momente. Ein Moment, der uns allen aber im Gedächtnis bleiben wird, ist die Preisverleihung beim DesignersOpen in Leipzig in unserem ersten Jahr. Wir waren alle noch resigniert von der Eurobike wo wir weniger Räder verkauft haben als geplant und hatten mit einem Preis in keiner Weise gerechnet. Umso schöner war dann die Überraschung und die Bestätigung.

Wieso habt Ihr Euch für den Namen Schindelhauer entschieden?

Die Entscheidung war nicht schwierig, da ich die Idee – ein Zahnriemenrad zu bauen – bereits schon länger verfolgt hatte. Zudem waren wir uns einig, dass sich Schindelhauer eigentlich sehr gut anhört und dem Gedanken einer Manufaktur Rechnung trägt.

Welches Modell liegt Dir am meisten am Herzen?

Es gibt seit kurzem 2 Modelle. Zum Einen ist es das Ludwig 18 (Pinion), da dies das absolut beste Rad ist, das wir je gebaut haben. Ich bin eigentlich single speed Fahrer – schon immer – und das Pinion fühlt sich, trotz seiner 18 Gänge, wie ein single speed an. Zum Anderen ist das der Hektor, weil dieser kantig ist und im Herzen eine Fahrmaschine. Man sitzt da drauf und möchte eigentlich nur Vollgas geben.

Was ist das Schönste am Rad fahren in der Stadt?

Unterschiedlich. Als ich heute durch Frankfurt gefahren bin war es großartig durch die Häuserschluchten zu fahren. Grundsätzlich ist es aber eigentlich am schönsten, wenn man immer schneller ist als die Autofahrer.

Was ist das Nervigste beim Rad fahren in der Stadt?

Wenn es keine Radspur auf der Strasse gibt. Radwege gehören meines Erachtens nicht auf den Gehweg. Schlechte Straßenverhältnisse wie Kopfsteinpflaster sind natürlich auch total nervig.

Fährst Du mit Helm?

Nein. Beim Touren ja. Eigentlich bescheuert, es gibt ja keinen Grund. Obwohl ich das weiß fahre ich trotzdem ohne.

Fährst Du mit Kopfhörern? Was hörst Du?

Ja. Je nach Stimmung höre ich viel Indie Rock (Hellacopters, Tame Impala, Felice Brothers). Eine Playlist habe ich nicht. Ich bin Albumhörer. Der Künstler hat sich schließlich bei der Reihenfolge etwas gedacht.

Danke für das Gespräch!