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Auf einen Cafe mit Patrick Löffler

Patrick Löffler: Münchner aus Überzeugung, einer unserer Kunden der ersten Stunde, entspannter Yogi, Familienvater und CEO von givve.com

Warum fährst Du Fahrrad in der Stadt?

Weil es das Praktischste ist überhaupt. Allein die fehlende Parkplatzsuche ist für mich schon das Beste. Ich parke mein Fahrrad genau dort wo ich hin möchte – direkt davor und nenne das „movie star parking“. Das geht nur mit dem Fahrrad.

Ich fahre immer und habe auch für alle Fälle ein komplettes Regenoutfit – Tatsache ist aber, dass ich dieses im Jahr gerade mal maximal 15 mal brauche, da es schlussendlich gar nicht so viel regnet – wir sind schließlich in der nördlichsten Stadt Italiens (schmunzelt) und es ist doch für uns ein Privileg hier das ganze Jahr fahren zu können.

Was konkret ist das Schönste für Dich auf dem Fahrrad?

Beim radeln genieße ich den Flow, ob es an der Isar entlang ist, oder wenn ich mich durchs Glockenbach durchschlängle – man ist immer in seiner eigenen Geschwindigkeit unterwegs, eben im Flow. Ich habe das Gefühl regelrecht durch die Stadt gleiten zu können. Mein absolutes Highlight ist, wenn ich meinen Sohnemann im Urban Arrow vorne drin habe und bei ihm schon sehe wie sehr er es genießt.

Welche do’s and dont’s hast Du für Dich auf dem Radweg definiert?

Meine do’s sind lächelnd und entspannt passiv zu radeln. Dont’s habe ich keine.

Ich bin selber auch Autofahrer und weiss, dass man sich als Radler nicht jeden Weg erkämpfen muss oder auch kann. Viele Situation lassen sich durch eine entspanntere Haltung auch schnell entschärfen und wenn ein vermeintlich schlechtgelaunter Verkehrsteilnehmer ‚gegenüber’ auch noch zum Schluss zurücklächelt ist doch alles gut. Karma. Check.

Helm ja oder nein?

Im Geiste ja – praktisch nein. Ich weiß, dass es Quatsch ist.

Musik ja oder nein?

Musik nur gelegentlich, lieber telefoniere ich auf dem Rad mit meinen Eltern oder meiner Frau.

Wann fährst Du nicht?

Wenn ich einen Termin habe und dafür streckenbedingt das Auto benötige. Oft fahre ich aber danach erst nach Hause und tausche wieder zum Fahrrad, da die Parkplatzsuche mich wahnsinnig machen würde.

Was würdest Du gerne in München ändern?

Die Stadt nennt sich selber Radlhauptstadt und muss sich aber schon entsprechend verhalten. Manche Projekte werden nicht zu Ende gedacht. Marienplatz Umfahrung – okay – aber dann bitte doch auch ein markierter Fahrradweg, der von der Residenzstrasse sich am Louis Vuitton dann durch die Sparkassenstrasse schlängelt. Dieses „rumgeiere“ für die, die sich dran halten und die Touristen, die ja nicht wissen können, dass sie sich auf einer der Hauptfahrradrouten der Stadt bewegen ist Mist und unwürdig für eben diese Radlhauptstadt. Eine Markierung wäre nicht nur sinnvoll, sondern auch ein konsequentes Statement zu etwas was man ja auch schon beschlossen hat.

Thema Isartrails ist das nächste: diese gehören zu München genau wie die Eisbachwelle.

Was ist Deine ganz persönliche Lieblingsstrecke?

Mein Arbeitsweg (lacht). Der Weg führt zu 80% an der Isar entlang – was gibt es besseres? Im Sommer ist der Weg so unfassbar grün – dafür gibt es keine Worte. Perfekter Abschluss des Tages, wenn der Nachhauseweg beim Yoga in der Buttermelcherstrasse vorbeifährt – dann ist der Flow perfektioniert sozusagen (grinst).

Patrick, herzlichen Dank für Deine Zeit!